Die Verborgenen Lande Wiki
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Berthold von Steinburg (* 29. März 1267 in Steinburg, Grafschaft Steinburg, Königreich Wengland; † 21. November 1353 daselbst) ist der jüngere Sohn von Ulrich I. von Wengland und der letzte König des alten Königreichs Wengland vor der Zerschlagung im 14. Jh.

Biografie[1]

Berthold von Steinburg wird am 29. März 1267 als jüngerer Sohn des Königs Ulrich von Wengland und seiner Gemahlin Adelheid von Wengland geboren. Zu dieser Zeit ist das freundschaftliche Verhältnis zwischen Ulrich, seiner Frau und dem Grafen Siegmar von Aventur derart eng, dass böse Zungen behaupten, Berthold sei gar nicht Ulrichs, sondern Siegmars Sohn. Noch zu Lebzeiten Ulrichs I. kann diese Behauptung widerlegt werden.

Bertholds Wappen als Graf von Löwenstein

Da sein älterer Bruder Martin den Thron Wenglands erben soll, erhält Berthold 1290 die Grafschaft Löwenstein und wird Scharfenburger. Im selben Jahr heiratet er Sibylle von Rebmark, wodurch es zur Verständigung zwischen dem wenglischen Königshaus und dem Grafenhaus der Rebmark kommt. Die Ehe wird durch den Sohn Maximilian gekrönt.

Nachdem sein älterer Bruder Martin III. von Wengland 1320 gestorben ist, erbt dessen Sohn Ulrich II. die Krone, die 1348 auf dessen Sohn Adolf übergeht. Adolf stirbt jedoch im selben Jahr an der Pest, die in den Verborgenen Landen ebenso heftig wütet wie in der Außenwelt.

Adolf ist gerade erst 20 Jahre alt und hat noch keine Nachkommen, weshalb sein Onkel Rudolf ihn als Rudolf II. von Wengland beerbt. Rudolf ist jedoch nur wenige Wochen König, bevor auch ihn die Pest dahinrafft. Rudolfs Sohn Simon ist als Simon II. der nächste König Wenglands. Dessen Ehe mit Bettina von Bravadur bleibt kinderlos, bis auch Simon und seine Frau 1349 der Pest zum Opfer fallen.

Bertholds Wappen als König von Wengland

Die Krone geht damit auf den nächsten noch lebenden Verwandten über - Berthold von Löwenstein, geborener von Steinburg, der als Berthold von Wengland König wird. Für die Krone gibt er die scharfenburgische Staatsangehörigkeit und die Grafschaft Löwenstein auf und kehrt als 82-jähriger Witwer nach Wengland zurück. Er kann die Grafschaft nicht einmal auf seinen Sohn Maximilian übertragen, weil dieser kurz zuvor an der Pest gestorben ist. Löwenstein wird vom Herzog von Scharfenburg neu vergeben.

Durch die Pest sind die Verborgenen Lande stark entvölkert, noch heftiger als es die Lande nördlich der Alpen bisher getroffen hat. Weil es nicht mehr genug Bauern gibt, die Felder bestellen und Feldfrüchte ernten können, herrscht in Wengland Hunger. Um seinem Volk zu helfen, wendet sich König Berthold an den deutschen König Karl und bittet ihn um Hilfe. Karl sieht die Möglichkeit gekommen, das seit 887 vom Heiligen Römischen Reich unabhängige Wengland seinem Reich einzuverleiben. Er macht sich das einst existierende Gerücht zunutze, dass Berthold nicht Ulrichs, sondern Siegmars Sohn ist, womit nicht mehr ein König aus dem Haus Wengland-Steinburg König wäre. Die Unabhängigkeit des Königreichs Wengland ist durch den Vertrag von Sankt Johannis im Münstertal aus dem Jahr 887 an einen Thronfolger aus dem Haus Wengland-Steinburg gebunden. Bei einem Aussterben des Hauses fällt Wengland dem Vertrag nach an das Heilige Römische Reich.

Es hilft Bertholds wenig, dass er den Nachweis führen könnte, Ulrichs Sohn zu sein, dass der Gesandte des deutschen Königs, Bertholds Großneffe Fürst Michael von Breitenstein, ihn sogar unterstützt. Eine Weigerung würde zum einen bedeuten, dass König Karl die erbetene Hilfe verweigert und möglicherweise auch Krieg mit dem Heiligen Römischen Reich nach sich ziehen, den Wengland in seinem geschwächten Zustand niemals gewinnen könnte.

Berthold muss schweren Herzens akzeptieren, dass Wengland Teil des Heiligen Römischen Reiches wird und sein 7-jähriger Enkel Albert von Steinburg nur noch Anspruch auf den Titel des Grafen von Steinburg haben soll. Der Vertrag wird zu Allerheiligen 1353 unterzeichnet. Berthold stirbt am 21. November 1353 mit 86 Jahren an gebrochenem Herzen, dass er das wertvollste Gut hergeben musste, das Wengland hatte: die Unabhängigkeit.

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ACHTUNG: INHALT BESTÄTIGT
Diese Seite enthält Informationen, die in den Chroniken der Verborgenen Lande nicht direkt zu finden sind. Die Autorin hat uns bestätigt, sie zum Weltenbau verwendet zu haben, ohne dies ausdrücklich im Werk zu hinterlassen. Die genannten Inhalte dienen ausschließlich ergänzender Information.


Einzelnachweise

  1. Quelle: Prolog zu Wolf von Steinburg (Chronik)
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